ALLGEMEIN


Seit 1996 wird der Pongauer Hahn basierend auf einer Idee von Heidelinde Kahlhammer alle zwei Jahre als überregionale Auszeichnungan Personen und Gruppen der alpenländischen
Volksmusik vergeben.

Tradition und Öffnung der Volkskultur, das Weitergeben von einer Generation auf die andere sollen damit in einen bewussten Blickpunkt gestellt werden. Eine vom Vereinsvorstand
hochkarätige besetzte Jury wählt die Paten. Dabei handelt es sich um Musiker und Sänger, die sich in Ihrer Art und ihrer Qualität des Musizierens bereits einen herausragenden Namen
gemacht haben. Die Paten entscheiden völlig autonom hinsichtlich der Verleihung des Pongauer Hahns an die Preisträger. "So wird die Auszeichnung zum Symbol der Wertschätzung zwischen
den Generationen.



Private Initiatoren und die Stadt St.Johann haben bis 2018 in einer Art Arbeitsgemeinschaft Veranstaltungen und Vergabe abgewickelt. Seit 2021 ist Verein Pongauer Hahn für
die Organisation und Vergabe verantwortlich sein. Nächste Preisverleihung mit Festabend im Kultur- und Kongresshaus „Am Dom“ in St.Johann: Freitag, 3.September 2021

Festabend


Festabend am 3.September 2021 20:00 Uhr im Kultur- und Kongresshaus in St.Johann im Pongau:

An diesem Abend gibt es die besondere Gelegenheit, Gruppen und Solisten die über Jahre und Jahrzehnte das volksmusikalische Publikum begeistert haben mit jungen Kräften, die am Beginn oder mitten in ihrer volksmusikalischen Laufbahn sind auf der Bühne gemeinsam zu erleben.




Informationen zur Veranstaltung:

Festabend „Großer alpenländischer Volksmusikpreis“
3.September 2021, 20:00 Uhr
Kultur- und Kongresshaus am Dom in St.Johann im Pongau
Eintrittspreise: € 18,-- / € 22,-- / 26,--
Kartenvorverkauf: Kultur und Kongresshaus,
Tel.: 06412/8080, email: office@kongresshaus.at

Kartenvorverkauf ab 15.Juli 2021

Informationen und Maßnahmen zum COVID Konzept für die Veranstaltung

JURY


Der Vereinsvorstand bestimmt etwa ein Jahr vor der Vergabe eine Jury. Mitglieder der Jury sollen über ein breites Wissen hinsichtlich dem Volksmusikgeschehen verfügen und bilden die Volksmusiklandschaften im gesamten Alpenraum (Österreich, Südtirol, Bayern) ab. Die Jury bestimmt pro Vergabekategorie die oder den Paten (Gruppe oder Einzelperson)

Jurymitglieder für die Vergabe 2021:





Philipp Meikl

Philipp Meikl, Vorsitzender der Jury, Salzburg
Geboren und aufgewachsen in St. Johann i.Pg.
Dipl. Päd. und VS – Direktor im Flachgau
Sänger und Musikant, Pongauer Dreigesang und Okarinamusi, Hofanger – Hofalmmusi,u.a. 1979 – 2019 Freier Mitarbeiter im ORF – Salzburg, Abteilung Volkskultur, Aufnahmeleiter, Gestalter und Moderator in Hörfunk und TV
Mitarbeit im Salzburger Volksliedwerk, innovative VL – Arbeit mit Lehrern und Schülern im Land Salzburg
1995 Auszeichnung mit dem Tobi Reiser Preis
Erfinder, Begründer und Gestalter des „Hofbräu Kaltenhausen – Gstanzlsingens“
Begründer der Aktion “Wieder aufspielen beim Wirt – der Salzburger Musikantenwirt“
Mitbegründer des überregionalen Volksmusikpreises „PONGAUER HAHN“ der Stadtgemeinde St. Johann i.Pg., Juryvorsitzender seit 1996




Heidi Wallisch-Schauer

Heidi Wallisch-Schauer, Salzburg
Heidi Wallisch-Schauer wuchs im Salzburger Pongau auf und zählt aktuell zu den wichtigsten Vertreterinnen am Hackbrett. Es ist ihre Leidenschaft die sie über Genregrenzen hinweg zu vergangener, gegenwärtiger und eigener Musik inspiriert. Heidi Wallisch-Schauer unterrichtet an der Universität Mozarteum Salzburg, an der Universität Mozarteum Innsbruck und am Tiroler Landeskonservatorium (ab Feb 2021). Zuvor studierte sie Hackbrett, Salterio sowie „Alte Musik und historische Aufführungspraxis“ an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz bei Karl-Heinz Schickhaus und August Humer. Der bunte Reigen an Konzertpartner*innen - etwa Franui, das roma barocca ensemble, das Bruckner Orchester Linz, musica fiorita, die Tennkoglmusi, das Ensemble Vita & Anima, das Österreichische Ensemble für Neue Musik, die Salzburger Hofmusik oder der Concentus Musicus Wien - sowie die beiden Formationen KultUrig (mit Alexander Maurer) und lila house (mit ihrem Mann, dem Jazz-Gitarristen Thomas Wallisch-Schauer) zeugen von ihrem innovationsfreudigen und dennoch informierten Umgang mit Musik.




Peter Kostner

Peter Kostner, Tirol
Dr. Peter Kostner, wohnhaft in Hatting, verheiratet, 2 Kinder
Prof. für Fachdidaktik und Fachwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Tirol
Moderator und Redakteur für Volksmusik und Blasmusik im ORF-Tirol und seit 1996 dafür Bereichsleiter, Aufnahmeleiter „Mei liabste Weis“
Mitglied im Vorstand des Tiroler Volksmusikvereins
25 Jahre Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Wilten, derzeit aktiver Kapellmeister in seiner Heimatgemeinde
mit Harfe, Posaune und diat. Hackbrett Mitglied mehrerer Volksmusikensembles




Martin Kiesenhofer

Martin Kiesenhofer, Oberösterreich
… ist in Unterweißenbach im Mühlviertel (Oberösterreich) bei seinen Eltern und mit 5 Geschwistern aufgewachsen – eingewoben in ein aktives, dörfliches Leben mit viel Natur und Musik.
Seit 15 Jahren wohnhaft in Mondsee und Vater von 3 wunderbaren Kindern.
Das gemeinsame Musizieren, das Ausprobieren von verschiedenen Musikstilen innerhalb der Familie war ein großartiger Nährboden für die weiteren musikalischen Ausbildungen.
Ausgezeichneter Preisträger diverser Musikwettbewerbe
Musikstudium an der Universität Mozarteum Salzburg mit Ausgezeichnetem Erfolg
Intensive Seminartätigkeit als Referent und Dozent für Violine, Kontrabass, Diat. Harmonika und Gitarre im In- u. Ausland
Aktives und inaktives Mitglied/musikalischer Leiter verschiedenster
Ensembles, wie z.B. Domchor Linz, Oberösterreichisches Jugendorchester, Geigenmusi Kiesenhofer, Rhomberg Sänger, Mühlviertler Gitarrenmusi, BraCello Geigenmusi, Unterhartberger Musikanten, Großhofer Ziachmusi, Lichtenstern Soatnmusi, Mühlviertler Quintett u.a.m.
Eine Reihe von CD-Produktionen, Tonaufnahmen für die ORF Landesstudios Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg – in Deutschland für den Bayrischen Rundfunk und in Italien für RAI
10 Jahre Musiklehrer im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk
25 Jahre ORF Tätigkeit als Musikredakteur, Musikprogrammierer,
Aufnahmeleitung für Konzertmitschnitte, Radio- und Fernsehproduktionen wie z.B. „Klingendes Österreich“
Jurymitglied diverser Musikwettbewerbe wie z.B. „prima la musica“, Volksmusik Wettbewerb in Innsbruck, Niederösterreichische Volksmusik Wettbewerb u.a.m.
Dipl. Lebens- und Sozialberater, Auratechniker & Aurachirurg in eigener
Praxis - www.kiesenhofer.info




Bernd Prettenthaler

Bernd Prettenthaler, Steiermark
Geb. 1960, verheiratet , 2 Kinder, Bauernhof mit Schafhaltung in Stiwoll (Bez. GU)
Musikalische Ausbildung: Steirische Harmonika bei Max Rosenzopf, Klarinette bei Heinz Cescutti, Theoriefächer besucht am Konservatorium Graz

Aktivitäten:
Lehrer für Steirische Harmonika und Hackbrett (1984-90 in Dobl und seit 1990 in Ligist – aktuell 50 Schüler)
Mitglied von mehreren Volkstanzkreisen
Gründung einer eigenen Volkstanzgruppe und Teilnahme an Folklorefestivals in vielen Ländern Europas, Nord-, Mittel und Südamerika, Asien, China, Australien…
1988 Gründung der „Steirischen Blas“ und 20 Jahre Mitglied
1988-2008 freier Mitarbeiter beim ORF Steiermark/Abteilung Volkskultur
Veranstalter von Volksmusikabenden, Adventkonzerten und Brauchtumsveranstaltungen aller Art
Seit 1995 Veranstalter des internationalen Folklorefestivals „FOLKLORE GLOBAL“, dass alle zwei Jahre abgehalten wird und schon über 1800 Tänzer, Sänger und Musikanten aus aller Welt in unsere Region gebracht hat
2009 Gründung der Volkstanzgruppe „Steirischer Schwung“, wo sich 6 Familien (von 14-60 Jahren) aus meiner Heimatgemeinde Stiwoll zum tanzen, singen, musizieren und Schuhplatteln gefunden haben
Seit 2017 Gestalter der Volkskulturseite „Bei uns dahoam“ in der KLEINEN ZEITUNG
Seit 2018 im Vorstand des Steirischen Volksliedwerkes
Seit 45 Jahren Tanzmusikant




Stefan Frübeis

Stefan Frübeis, Bayern
Stefan Frühbeis, Jahrgang 1961, geboren in München.
Studium von Land (Bayerische Geschichte) & Leuten (Volkskunde, Ethnologie) an der LMU in München. Studienbegleitendes Stipendium am „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses“ (heute: ifp).
Als Journalist beim Bayerischen Rundfunk seit bald 40 Jahren. Erst als Reporter im Regionalen, dann als Redakteur in der ARDweit einzigartigen BR-Bergsteigerredaktion. Später Redaktionsleiter in der Abteilung „Volksmusik“, heute Wellenchef des Volksmusik-Kanals „BR Heimat“.
Volksmusikant seit einem halben Jahrhundert.
Ausbildung zum Kirchenorganist beim Erzbistum München-Freising.
Gründungsmitglied der legendären „Veterinary Street Jazz Band“ („Knoff-Hoff-Show“).




Paten


Paten haben sich in Ihrer Art und ihrer Qualität des Musizierens bereits einen herausragenden Namen gemacht. Pate des Pongauer Hahnes zu sein bedeutet: "Würdigung, hohe Auszeichnung und Wertschätzung im bisherigen musikalischen Wirken". Vereinsvorstand und in Folge Jury geben die Vergabe des Pongauer Hahnes vertrauensvoll in die Hände des oder der Paten. Das bedeutet, dass die Paten autonom und ohne Einfluss von Jury und Vereinsvorstand über die Gewinner des Pongauer Hahnes entscheiden. Es kann sowohl eine Einzelperson als auch eine Gruppe als Pate fungieren.





Hans Auer

Nachwuchspreis: Hansl Auer, Bayern
Ein Begriff für jeden Volksmusikfreund in ganz Bayern und darüber hinaus in den Alpenländern sind die Hammerauer Musikanten und damit ihr Leiter Hans Auer.
Geboren am 22. 5. 1955 in Bad Reichenhall, absolvierte er nach Grund- und Realschule eine Malerlehre und erhielt am Salzburger Mozarteum Klavier-und Harfenunterricht.
Bereits mit sechs Jahren bekam er die erste Harmonika, womit der Grundstein für ein musisches Leben gelegt war.
Nach einigen öffentlichen Auftritten, u.a. bei Heimatabenden des GTEV Hammerau-Ainring, gründete seine Mutter 1966 die Hammerauer Stubnmusi, die ein Jahr später bereits in der typischen Tobi-Reiser-Besetzung mit Hackbrett, Zither, Harfe, Gitarre und Kontrabaß musizierte.
Aus der Hammerauer Stubnmusi wurden 1969 die Hammerauer Buam, wobei Hans Auers diatonische Harmonika die Führung übernahm. Zahlreiche Auftritte führten sie durch ganz Bayern und ließen sie schnell zu gern gesehenen musikalischen Gästen werden. Aus den Hammerauer Buam bildeten sich dann 1973 die Hammerauer Musikanten.
Nach der Lehre begann der Auer Hansl in Salzburg das Studium für Schulmusik, das er 1976 erfolgreich abschließen konnte. Seither ist er als Lehrer an der Musikschule Inzell tätig, deren Leitung er vom 1. 1. 1988 bis 1.2.2002 innehatte. Seit gut zehn Jahren ist Hans Auer freischaffender und selbständiger Musiklehrer in seinem Heimatort Hammerau. Nach wie vor musiziert er mit den Hammerauer Musikanten, mit seiner Familie (Ehefrau Maria spielt Gitarre und Okarina, Tochter Vroni spielt Gitarre, Hackbrett und Harfe, Sohn Hansi Harmonika und Tochter Katrin Hackbrett und Kontrabass) oder auch mit den Elstätzinger Musikanten. Alle genannten Gruppen sind auf zahlreichen Tonträgern zu hören und waren des Öfteren schon bei verschiedenen Fernsehanstalten zu Gast.
Neben seiner Musikschultätigkeit gestaltet Hansl Auer regelmäßige Rundfunksendungen bei dem Privatsender Radio Untersberglive, früher auch beim BR, engagiert sich im Trachtenverband Gauverband 1 als zuständiger Fachmann für Volkslied und Gesang, hält regelmäßig öffentliche Singstunden ab, organisiert Seminare für steirische Harmonika und ist seit 2002 Volksmusikpfleger im Landkreis Berchtesgadener Land.




Donnersbacher Viergesang

Vokal: Donnersbacher Viergesang, Steiermark
Der Donnersbacher Viergesang wurde im Jahre 1984 von dessen Leiter Sepp Pehab gegründet. In den 30 Jahren seines Bestehens hat diese Singgruppe nicht nur die eigenen Stimmen, sondern auch die Herzen unzähliger Menschen im gesamten Alpenraum zum Klingen gebracht und ihnen damit große Freude bereitet. Ihr Repertoire umfasst eine Vielzahl von traditionellen Liedern und Jodlern vor allem aus dem obersteirischen Ennstal und dem Ausseerland sowie dem angrenzenden Pongau. Die Gesangsgruppe verstand es stets, dieses Liedgut unverfälscht und authentisch in der unverwechselbaren Besetzung darzubringen. Erfreulicherweise sind viele Lieder und Jodler auch auf einigen Tonträgern dokumentiert.
Bereits beim „Alpenländischen Volksmusikwettbewerb“ in Innsbruck im Jahr 1990 wurden die Mitglieder des Donnersbacher Viergesangs von einer hochkarätigen Jury mit der Bewertung „Ausgezeichnet“ beurteilt.
Unter anderem wurde das volksmusikalische Wirken des Donnersbacher Viergesanges auch im Jahre 2000 auch mit der Verleihung des renommierten überregionalen Volksmusikpreises „Pongauer Hahn“ unter der Patenschaft des Pongauer Viergesangs gewürdigt.

Mitglieder des Donnersbacher Viergesangs:
Karl Stückelschwaiger (1. Stimme)
Sepp Pehab (2. Stimme, Leiter der Gruppe)
Gertraud Oppliger (3. Stimme)
Walter Greimeister sen. (Bass)




Prof. Mag. Peter Reitmaier

Instrumental: Prof. Mag. Peter Reitmaier, Tirol“
Geb. 1947 in Gnadenwald, Tirol
Der Vater war Volksschuldirektor, die Mutter akademische Malerin und Bildhauerin und beide sehr musikalisch. So war seit der Kindheit das Singen und Musizieren ein wesentlicher Lebensinhalt, sowie auch die bildende Kunst.
Er besuchte 1958-66 die Bundesrealschule in Innsbruck und hatte dort den Musikunterricht bei Prof. Dr. Josef Sulz. Ab 1967 studierte er Germanistik an der Universität Innsbruck und Schulmusik am Konservatorium in Innsbruck. Instrumente: Klavier, Gitarre, Blockflöte.
Im Selbststudium hat er sich das Spiel auf Harfe, Schwegel und diat. Harmonika angeeignet.
Er war seit 1971 Musikerzieher am BORG Telfs und hat dort auch den Schulversuch „Instrumentalmusik mit Volksinstrumenten“ eingeführt, der später in den Regellehrplan aufgenommen wurde.
Seit seiner Jugend betreibt er Feldforschung auf dem Gebiet der Tiroler Volksharfe und hat viele Harfenspieler aufgesucht und deren Stücke aufgezeichnet.
Darüber hinaus bemüht er sich um die weiteren Bereiche der musikalischen Volkskultur in Tirol. Seit 1968 veranstaltet er regelmäßig Volkstanzkurse in Innsbruck, seit 1976 die Tiroler Singwoche in Imst.
Er war und ist Mitglied verschiedener Volksmusikgruppen: u.a. Rinner Volksmusikanten, Tiroler Kirchtagmusig (Gründungsmitglied mit Peter Moser, Florian Pedarnig, Bernhard Pedarnig und Franz Posch), Telfer Dreigesang, Oberinntaler Zithermusig, Kohlbrünndl Viergesang, Telfer Schützenschwegler Sowohl als Singwochenleiter, als auch als Mitglied von Singgruppen hat er sich sehr mit dem Jodler beschäftigt.
Er veranstaltet regelmäßig „Offene Singen“ in verschiedenen Orten zur Förderung des Volksliedes.
Seit 1980 ist er wesentlich bei der Gestaltung des Tiroler Adventsingens in Innsbruck dabei.
Von1993 bis 2013war er Obmann des Tiroler Volksmusikvereins und Leiter des „Alpenländischen Volksmusikwettbewerbes“.

Veröffentlichungen:
unter anderem:
Die Spielweise der Tiroler Volksharfe, Jahrbuch des Österr. Volksliedwerks Bd.20, S.61
Tiroler Volkslieder, Folge 1 und 2, (Edition Helbling)
Tiroler Volksmusikblätter, Folge 2, Aus dem Spielgut der Rinner Volksmusikanten (Edition Helbling)
Tiroler Volksmusikblätter, Folge 12, 7 Tiroler Harfenstücke (Edition Helbling)
Tirolerisch Gsungen, das neue Tiroler Liederbuch (Eigenverlag Tiroler Volksmusikverein)
Tiroler Notenstandl (Eigenverlag Tiroler Volksmusikverein):
Heft 1 – Tiroler Harfenstücke
Heft 9 – Volksmusikstücke von Gregor Leutschacher
Heft 11 - Blockflötenstücke
Heft 12 - Schwegelstücke
Heft 19 - Die schönsten Harfenstücke von Thomas Steiner
Heft 31 - Tiroler Harfenstücke
Heft 33 - Mir frischn Tiroler – Alpenländische Volkslieder für Männerstimmen
Tiroler Adventsingen, Advent- und Weihnachtslieder gesetzt für vierstimmigen gemischten Chor. (Eigenverlag Tiroler Volksmusikverein)
Tiroler Adventsingen, Advent- und Weihnachtslieder gesetzt für vierstimmigen Männerchor. (Eigenverlag Tiroler Volksmusikverein)
Tiroler Singwoche, 45 Singhefte 1976 - 2019
CD – Tiroler Harfenstücke Folge 1, 2 und 3 Telfer Dreigesang, ASS, Landeck




Anton Mooslechner

Regionalpreis: Anton Mooslechner sen., „Leit'n Toni sen.“
Sieben Kinder waren schon auf dem Hof im Salzburger Pongau, als 1939 das „Schlusslicht“ der Familie Mooslechner geboren wurde. Anton nannten die Eltern ihr achtes Kind, den einzigen Buben. Schließlich war die Familie in der musikalischen Tradition des Ennstals tief verwurzelt. Vater Andreas war Bauer und Fleischbeschauer und aktiver Musikant, er spielte die Harmonika. Eine schicksalhafte Fügung für den kleinen Toni.
Vier Jahre war er alt, als er heimlich zur Harmonika seines Vaters griff und die ersten Töne spielte. Heimlich versteht sich, denn es fehlte die Zeit um dass musikalische Talent des kleinen Toni zu fördern. Das änderte sich auch nicht, als langsam klar wurde, dass dieses Talent wohl recht außergewöhnlich war.
Anton Mooslechner war, um auf der Harmonika weiterkommen zu wollen, vorwiegend auf seine Ohren angewiesen. Er lernte das Musizieren komplett autodidaktisch.
Als er sich endlich eine Diatonische kaufen konnte, war Toni selig. Die Zugin war nicht mehr wegzudenken. Er entwickelte seinen virtuosen und bodenständigen Stil und wurde somit zum Vorbild.
Einige Musikgruppen, wie die Leitnbauernmusi, Leitn Alm Trio, Leit´n Alm Musi, Unterpinzgauer Tanzlmusi begleiteten den musikalischen Weg des Leit´n Toni sen. Die Weitergabe seiner Musikalität war ihm stets wichtiger als das Vorführen des eigenen Könnens. So unterrichtete Anton Mooslechner sen. zahlreiche Schüler auf der Diatonischen. Ein wichtiger Schritt für die „Zugin“ war die Einführung des Alpenländischen Harmonikabewerbes im Jahre 1976. Das Kennenlernen der alpenländischen Volksmusik mit seinen regionalen Unterschieden ist bei diesem Wettbewerb ebenso wichtig, wie das Messen der eigenen Fähigkeit mit jenem der anderen Teilnehmer. Der HARMONIKAWETTBEWERB, welcher auf Initiative von Anton Mooslechner begründet wurde, feiert 2021 sein 45ig jähriges Jubiläum.




PREISTRÄGER


Mit dem Pongauer Hahn können Musiker bzw. Musikgruppen aus dem gesamten Alpenraum ausgezeichnet werden. Eine hohe Qualität verbunden mit dem musikalischen Stil sind
die wichtigsten Kriterien für die Verleihung dieses besonderen Preises. In ihrem Stil können die ausgezeichneten Musikgruppen aus der traditionellen Volksmusik aber auch aus dem Bereich „Volksmusik & mehr“ kommen.

In folgenden Kategorien wird der Pongauer Hahn 2021 vergeben:
Pongauer Hahn – Instrumental
Pongauer Hahn – Vokal
Pongauer Hahn - Nachwuchspreis
Pongauer Hahn – Regionalpreis

Bildnachweiß: 1996 - 2004 Archiv Pongauer Nachrichten // 2006 - 2018 Fotoperfect St. Johann im Pongau

2021 Kategorie: Nachwuchs

Pate: Hansl Auer, Bayern
Preisträger:



2021 Kategorie: Vokal

Paten: Donnersbacher Viergesang
Preisträger:



2021 Kategorie: Instrumental

Pate: Prof. Mag. Peter Reitmaier
Preisträger:



2021 Kategorie Regional

Pate: Anton Mooslechner
Preisträger:



2018

Patin: Dori Draxler
Preisträger: Ramsch und Rosen

Pate: Habs Pokorny
Preisträger: Blusnknepf



2016

Pate: Hans Rindberger
Preisträger: Hausruck Banda

Patin: Petra Schnabl-Kuglitsch
Preisträger: Familienmusik Zeilner



2014

Pate: Franz Posch
Preisträger: Markus Hochkofler

Pate: Roland Neuwirth
Preisträger: Die Strottern



2012

Pate: Peter Windhofer
Preisträger: Salzburger Saitenbläser

Pate: Sepp Staber
Preisträger: Sagschneider Malan



2010

Pate: Balthasar Hauser
Preisträger: Fuschler Dreigesang

Pate: Wasti Irlinger
Preisträger: Die Jungen Riederinger



2008

Pate: Hans Pleschberger
Preisträger: St. Lorenzen Quintett

Pate: Florian Pedarnig
Preisträger: Die Seespitzler



2006

Pate: Gebrüder Rehm
Preisträger: Geschwister Forster

Pate: Die Burgstaller
Preisträger: Familienmusik Burgstaller



2004

Pate: Lois Neuper
Preisträger: Rainbacher Dreig´sang

Pate: Fritz Mayr
Preisträger: Raffelemusik Hüttlinger-Milz



2002

Preisträger: Frohberger Sänger, Der Pate Karl Schönthaller ist leider wenige Tage vor dem Festabend verstorben

Pate: Tobias Trost
Preisträger: Martin Weger



2000

Pate: Hermann Härtl
Preisträger: Griasmoargeieger

Pate: Pongauer Viergesang
Preisträger: Donnersbacher Viergesang



1998

Pate: Peter Moser
Preisträger: Goinger Weisenbläser

Pate:Röpfl Dreigesang
Preisträger: Loisachtaler Dreigesang



1996

Pate: Geschwister Oberhöller
Preisträger: Haslacher Dreigesang

Pate: Franz Schwab
Preisträger: Höllbergmusi



TROPHÄE „PONGAUER HAHN“



eine Trophäe, geschaffen von Johann Weyringer, in Bronze gegossen 2020

Text vom Salzburger Schriftsteller Walter Müller

Natürlich war Rudolf Nurejew kein Pongauer. Und der Balztanz eines Auerhahnes unterscheidet sich ordentlich vom Bravour-Solo eines tatarisch-russischen Ballettstars.

Jetzt kommt der Künstler ins Spiel: Hans Weyringer. Als man bei ihm anfragt, ob er sich vorstellen könne, die Trophäe für den überregionalen Volksmusikwettbewerb „Pongauer Hahn“ zu gestalten, lässt sich der weltgewandte Maler und Bildhauer zunächst einmal einen ausgestopften Auerhahn in die Werkstatt stellen - zwecks Studium. Und gleich noch einen zweiten, den ein Freund, der Jäger Franz Rotter, im Großarltal geschossen hat. Der Künstler, Auge in Auge mit dem mächtigen Waldvogel. Seine erste reale Begegnung mit so einem Exemplar fällt ihm ein. Am Parkplatz bei der Mautstelle Felbertauern ist das gewesen, und der Hahn, grad im Liebesrausch, testosterongefüllt bis unter die letzte Schwanzfeder, balzt ihn an, springt ihm mit rauschenden Drohgebärden entgegen. Wahrlich kein musischer Moment. Pure Kampfansage.

Hans Weyringers Werkstatt in Neumarkt am Wallersee, muss man wissen, ist ja in Wirklichkeit ein eigener Planet, ein fantastischer Kosmos, in dem sich Heilige und Gegeißelte, Nixen und Erzengel, schöne Frauen und Päpste tummeln, gemalt, geschnitzt, aus dem Stein gehauen oder gefräst, fertig, halbfertig, auf den nächsten Pinselstrich, den nächsten Anschnitt mit der Motorsäge, die nächste Berührung mit dem Schnitzeisen wartend. In dieser Fantasiestätte, in der es nach Holz, Rotwein, Ölfarben, Benzin, Schmalzkrapfen und sonstigen Wundern riecht, hockt also, auf einen starken Ast gesetzt, der ausgestopfte Auerhahn, über dem der Meister ernsthaft meditiert.

Dieses Edelmaß, diese Schönheit, diese animalische Eleganz! Archaisch, magisch. Und schon wirbelt sich, in Künstlerhirnen ist das eine Leichtigkeit, eine andere Erscheinung mit eben diesen Attributen in des Bildhauers Gedankenspiel: der bedeutendste Tänzer der letzten zweihundert Jahre, nein: der Weltgeschichte überhaupt, Rudolf Chametowitsch Nurejew. Der springt sozusagen mit einem Querspagat in Weyringers Fantasie, rhythmisch, musikalisch. Auerhahn – Tänzer, Tänzer – Auerhahn. Pirouette und stampfender Balzschritt, aufflatternder Hahnenhüpfer, unfassbar hoher Luftsprung. Stolz sind sie beide, wenn sie so über die Bühne oder durch die Waldlichtung trippeln. Und wie sie den Kopf in die Höhe recken – der Vogel im Liebesrausch, der Tänzer als Prinz Siegfried, Erlöser der verzauberten Prinzessin, im „Schwanensee“-Ballett!

Wie ist das mit der Musik, der echten Volksmusik vor allem? Da vereinigen sich ja auch das Archaische mit dem Sensiblen, das Filigrane mit dem Elementaren, die Leidenschaft mit der Eleganz. Da lässt sich kaum ein stimmigeres Symbol finden als ein Auerhahn, der auf den Namen Nurejew hört. Oder noch besser: auf den Namen „Rudik“. So haben die Freunde den Jahrhunderttänzer genannt.

Aus der Meditation des Meisters Weyringer ist also eine Trophäe aus Bronze herangereift, mit dem imposanten Bronzegewicht gleich schwer wie ein ausgewachsener Auerhahn in unseren Breiten. Als Wachsmodell geformt, mit Flüssigmetall in der Kunstgießerei Otto Strehle in Winhöring in Bayern ausgegossen. Jetzt könnte „Rudik“, wie jeder andere Hahn, auf seinen Krallen stehen, das Gefieder triumphierend aufgeblättert. Und es wäre in Ordnung. Aber das würde dem Tänzer Nurejew, der in der transsibirischen Eisenbahn das Licht der Welt erblickt hat und in späteren Jahren österreichischer Staatsbürger wurde, nicht gerecht werden. Hans Weyringer hat die Beine des Vogels in den tänzerischen Längsspagat verformt – ein Bein nach vorn, das zweite nach hinten gestreckt. Frauenspagat, sagen die Ballettkundigen dazu. Der Männerspagat ist der, bei dem Tänzer ihre Beine nach links und rechts dehnen, bis sie eine gerade Linie ergeben, am Boden oder in der Luft.

Der Spagat ist das eine Merkmal der bronzeglänzenden Trophäe. Das zweite: sein respektabler Körper ruht nicht auf einem Sockel sondern, durch den zärtlichen Kraftakt des Künstlers Weyringer, auf den zur Seite gespreizten Auerhahnflügeln. Das Schwere wird leicht, Tanz geht in Balz, Balz geht in Tanz über. Stille in Klang. Klang in Stille. Tänzer, Waldvögel, Musikantinnen und Sänger besiegen wie „Rudik“, der tatarische Hahn aus dem Pongau, jegliche Schwerkraft und Erdenschwere.

VEREIN PONGAUER HAHN:


Private Initiatoren und die Stadt St.Johann haben in den Jahren von 1996 bis 2018 in einer Art Arbeitsgemeinschaft Veranstaltungen und Vergabe abgewickelt.
Die Idee des Pongauer Hahnes stammte von der damaligen Kulturstadträtin Heidelinde Kahlhammer. Ihr zur Seite standen mit Roswitha Meikl und Philipp Meikl zwei namhafte Persönlichkeiten aus der Salzburger Volkskulturszene.
Walter Hammerer unterstützte in seiner Funktion als Geschäftsführer des Einkaufszentrum Salzburg und später des SBS die Veranstaltungen in organisatorischer Sicht.
In einem Artikel der Salzburger Nachrichten vom 20.Februar 2020 wurde zum Ausdruck gebracht, dass die Zukunft dieser Veranstaltung auf Grund des Ausscheidens von Walter Hammerer und des Todes von Rudi Pietsch ungewiss ist.

Hans Mayr, Landesrat a.D., viele Jahre Sponsor und Einbringer von Ideen zum Pongauer Hahn, hat in den Folgemonaten gemeinsam mit Philipp Meikl den Verein Pongauer Hahn gegründet.
Mit dem Kulturausschuss und der Gemeindevertretung der Stadtgemeinde St.Johann konnte in Folge eine gute Basis für die Zukunft gelegt werden.
St.Johann ist eine Stadt, der namhafte Persönlichkeiten wie Tobi Reiser d.Ä., die Familie Windhofer, die Familie Dengg, Sepp Schätzl, Ferdinand Mair, Hans Pokorny, Hans Gappmaier, Josef Höller und viele weitere anerkannte Volksmusikanten entstammen.

Der „Verein Pongauer Hahn“ wird in guter Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde den Pongauer Hahn als positiven Beitrag zur gelebten Volkskultur im Zweijahresrhythmus organisieren.



1.Reihe v.l.: Petra Nocker-Schwarzenbacher, Philipp Meikl, Hans Mayr, Heidelore Wallisch-Schauer
2.Reihe v.l. : Hans Strobl, Franz Riepler, Florian Deutinger, Thomas Aichhorn, Ägidius Horvatits, Kaspar Fischbacher; nicht im Bild: Christina Kellner



Medienberichte


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Kontakt


hans-mayr
Obmann Hans Mayr, Landesrat a.D.
5622 Goldegg, Altenhof 56
Tel.: +43 676 5622022
Email: hans.mayr@sbg.at
philipp-meikl
Künstlerischer Leiter/ Jury Vorsitzender
Philipp Meikl
5325 Plainfeld, Panormaweg 18
Tel.: +43 699 17359715
Email: philipp.meikl@gmx.at

Impressum


Verein Pongauer Hahn, ZVR-Zahl 1366428436
Vereinssitz: St.Johann im Pongau
Obmann: Hans Mayr, 5622 Goldegg, Altenhof 56
Tel.: +43 676 5622022Email: hans.mayr@sbg.at
Namensschutz: Österreichisches Patentamt Register Nr.: 307475
Bankverbindung: Raiffeisenbank Hohe Tauern, AT06 3501 2000 0011 1112